Wenn man an Japan denkt, kommen einem vielleicht Sushi, Kirschblüten oder Zengärten in den Sinn. Doch tief in den stillen Gewässern zwischen Reisfeldern lebt ein kleiner Fisch , der seit Jahrhunderten Teil der japanischen Kultur ist: der Medaka, auch bekannt als japanischer Reisfisch.
Der Medaka stammt ursprünglich aus japan, Korea und Teilen Teilen Chinas. In Japan wurde er traditionell in Porzellanschalen gehalten – nicht etwa zur Zierde allein, sondern auch als Symbol für Harmonie und Einfachheit. Seine Fähigkeit, von oben beachtet besonders schön zu wirken, hat ihm den Spitznamen “Little Koi” eingebracht.
Was den Medaka besonders macht? Seine unglaubliche Farbvielfalt. Es gibt über 1000 verschiedene Farbvarianten, von schimmerndem Gold über tiefes Schwarz bis hin zu Blau. Diese Vielfalt ist das Ergebnis jahrzentelanger Zucht – ein echtes Kunstwerk der Aquaristik.
Ob im Wohnzimmer – Aquarium oder im Balkonteich – Medakas sind extrem anpassungsfähig. Sie kommen mit Temperaturen von nahe 0 Grad Celsius bis über 30 Grad Celsius klar und benötigen keine Heizung. Wichtig sind stabile Wasserwerte und ein regelmäßiger Teilwasserwechsel. Ein Becken ab 80 Litern reicht für eine kleine Gruppe völlig aus.
Die Ernährung des Medakas ist ein echtes Highlight für Aquarianer. Zwischen März und Oktober vermehren sie sich fleißig – oft sogar ohne Zutun des Menschen. Die Weibchen tragen die Eier sichtbar am Körper, bevor sie , sie an Pflanzen ablegen.